Der Clariden (3267 m) liegt im Kanton Glarus.
Landeskarten 1:25 000 Nr. 1193 Tödi.


Der Clariden ist ein 3267 m hoher Berg in den Glarner Alpen. Er befindet sich oberhalb des Klausenpasses in der Bergkette Gross Schärhorn — Clariden — Bocktschingel — Gemsfairenstock. Diese Kette ist dem Tödi nordwestlich vorgelagert. Nördlich befinden sich der Urnerboden und die Klausen-Passstrasse. Über den Gipfel verläuft die Kantonsgrenze zwischen den Kantonen Glarus und Uri. Clariden leitet sich wahrscheinlich von „Clareta“ (lateinisch „clarus“) ab und bedeutet „hell“ oder „glänzend“.
Der Clariden präsentiert jedem Betrachter vom Klausenpass her eine wuchtige Nordwand. Seine Besteigung wird zu den schönsten Hochtouren in den Glarner Alpen gezählt. Der breit gelagerte, mit einer eindrucksvoll verfirnten Steilflanke gegen den Klausenpass abfallende Clariden zählt zweifellos zu den harmonischsten und publikumswirksamsten Berge des Urner- und Glarnerlands. Südwärts dagegen liegt das grösste Gletscherareal der Zentralschweiz, der Zusammenschluss von Hüfi- und Claridenfirn.
Die zwei völlig unterschiedlichen Gesichter des Berges verlangen natürlich auch zwei ganz verschiedene Zugangsrouten. Die schnellere von Norden über das Iswändli auf den Clariden-Vorgipfel und von dort über einen mit Ketten gesicherten Felsgrat auf den Hauptgipfel hat neben dem geringeren Zeitaufwand vor allem den Vorteil, dass man sich ihm von seiner besten Seite her nähert. Einen ganz anderen Clariden lernt man auf der Normalroute von Osten über die Claridenhütte und den Claridenfirn kennen. Die ist mit ihrem überlangen Hüttenanstieg aus dem Linthtal allerdings nichts für eilige Alpinisten.

Der Klimawandel hat mit jedem Jahr die eindrucksvolle Firn- und Eislandschaft reduziert, die vieleicht in einigen Jahren ganz verschwunden sein wird. Das soll nicht heissen, dass das Iswändli und die Gletscherfläche keine Tücken mehr haben. Der Schwierigkeitsgrad an diesem Berg ist von den Verhältnissen des Gletschers abhängig. In ausgeapertem Zustand ist da ohne Hochgebirgsausrüstung nichts zu machen.
Die Aussicht: Im Norden erstreckt sich die Voralpenlandschaft und im Westen reicht die Aussicht bis zu den Walliser Alpen. Einen besonderen Blickfang bildet natürlich im Südosten der gewaltige Tödi.
Erstbesteigung: Die Erstbesteigung des Clariden erfolgte am.13. August 1863 durch Rambert, Streiff und Stüssi.


Tourenfotos August 2011

Aufstieg zum
Iswändli
Aufstieg zum
Iswändli
Clariden
vom Iswändli aus
Clariden und Vorgipfel
von etwa Chammlijoch aus
Chammlijoch
von P.3193 m aus
Clariden
von P.3193 m aus
Bocktschingel und Gemsfairenstock
vom Clariden aus
Chammliberg und Schärhorn
vom Clariden aus
Abstieg vom Clariden
zum Claridenfirn
Clariden-/Hüfipass
vom Claridenfirn aus
Chammliberg und Chammlijoch
von etwa Claridenpass aus
Clariden-/Hüfipass
vom Chammlijoch aus
Iswändli und Chammliberg
vom etwa P.2368 aus
Abstieg am
Tieralpligrat
Aufstieg: Von der Kapelle am Klausenpass auf ausgetretenen Pfaden über den Tieralpligrat hinauf zum Iswändli. Über das Iswändli und dann quer über den Gletscher zum Clariden-Vorgipfel. Von dort über einen mit Ketten gesicherten Felsgrat auf den Hauptgipfel. Schlüsselstelle dabei ist der Übergang vom Claridenvorgipfel zum Hauptgipfel, der früher über den letzten Teil der Nordwand führte. Aufgrund von Unfällen und der Tatsache, dass diese Passage nur schwer zu sichern ist, wurden vor einigen Jahren Ketten in den Felsgrat oberhalb der Nordwand installiert.

Abstieg: Gleich wie Aufstieg oder über die Ostseite auf den Claridenfirn. Auf der Höhe von etwa 3000 m nach Süden Richtung Clariden-/Hüfipass. Am Südfuss des Claridenhorns nach rechts Richtung Chammlijoch (3031 m). Vom Joch über Iswändli und Tierälpligrat zurück zum Klausenpass.

Zum Clariden sind es rund 1350 Höhenmeter und etwa 4 Std.
SAC-Schwierigkeitsgrad: WS - wenig schwierig.